IDAHOBIT 2019

Was bedeutet IDAHOBIT?

Heute, am 17. Mai, ist der “Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie, Biphobie und Interphobie” (Englisch: “International Day Against Homophobia, Transphobia, Biphobia and Interphobia”, kurz IDAHOBIT). Vor genau 29 Jahren beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste der Krankheiten zu streichen. Mitte letzten Jahres folgte die Streichung von Transsexualität als psychische Störung.  

Heute soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass es in Deutschland, Europa und weltweit noch immer sehr starke Diskriminierung und Benachteiligung von Menschen aus dem LGBTQ+ Spektrum gibt. Wir reden hier leider auch von Todes- und Gefängnisstrafen, von Folter und Zwangsoperationen, aber auch von Alltagsdiskriminierungen, von denen es keine genaue Erfassung und lediglich Schätzungen gibt. Es geht um Anspucken, Beleidigungen, Mobbing, Validität absprechen, entwürdigender Umgang, physische Übergriffe genauso wie psychische. Noch immer gibt es “Homo-Heiler” (Konversionstherapie), Stigmatisierung, “schwul” gilt noch als Beleidigung und allein, dass Begriffe wie “Gender-Gaga” sich halten, spricht für sich. 

Warum ist dieser Tag wichtig?

Immer mehr Menschen gehen ihrer offenen Feindlichkeit gegen Menschen aus dem LGBTQ+ Spektrum nach. Straftaten gegen und Angriffe auf queere Personen nehmen zu. 

Einer der Gründe dafür ist der Rechtsruck in Deutschland und Europa. Parteien wie die AfD und andere LGBTQ+ feindliche Parteien gewinnen in der Bevölkerung an Akzeptanz. Es fehlt die richtige Aufklärung über das Thema. Sowie fehlen gute Schutz- und Präventivmaßnahmen von Seiten der Politik. Der neue Gesetzesentwurf für die Änderung von Namen und rechtlichem Geschlecht für Trans- und Interpersonen ist ebenso diskriminierend wie der ursprüngliche.

Ein anderer Grund ist die fehlende Breite an Zivilcourage. Ob in der Schule, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Freundes- und Verwandtenkreis, bei Arbeitskollegen*innen oder auch Vorgesetzten*innen, Lehrern*innen und weiteren Autoritätspersonen – viele setzten sich ein, wenn sie um die Anwesenheit eines Menschen aus dem LGBTQ+ Spektrum wissen. Doch das reicht nicht. 
Es muss allerdings immer eine Reaktion folgen. Solltet ihr mitbekommen, dass Menschen sich sexistisch, diskriminierend oder *-phob verhalten, solltet ihr den Mut haben und eure Stimme erheben. Denn Schweigen bedeutet akzeptieren. 

Unsere Meinung

Die Gleichheit und das Recht, man selbst sein zu dürfen, gilt für jeden und geht uns alle etwas an. Wir sind die Gesellschaft, wir bestimmen wie es sich in unserer Mitte lebt. Und niemand sollte aufgrund dessen wie er geboren wurde Angst haben und Diskriminierung ausgesetzt sein müssen. Vielfalt ist etwas Schönes und jeder Mensch ist einzigartig für sich, Liebe ist keine Straftat, die Natur bringt seit Jahrtausenden mehr als zwei Geschlechter hervor und Zivilcourage für die Gleichberechtigung aller Menschen sollte weder Angst auslösen, noch ein riesiger Schritt der Überwindung sein.  

Heute ist ein Tag dafür, darauf aufmerksam zu machen und das zu beginnen, was es noch zu ändern gibt. Wir für uns und in unserem Umkreis, genauso wie in den deutschen Gesetzen und weltweit. 

Euer Kunterbunt Amberg Team

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